Gesundheitswelt der AOK Sachsen-Anhalt

Raucherhusten

Eine ältere Frau leidet unter Raucherhusten

Wenn die Bronchien Alarm schlagen

Ein morgendlicher Hustenanfall gehört für viele Raucher zur Routine. Doch was vermeintlich harmlos erscheint, kann sich zu einem hartnäckigen Problem entwickeln. Raucherhusten entsteht durch Schadstoffe im Zigarettenrauch, die die Atemwege reizen und den Körper dazu zwingen, Schleim aus der Lunge zu transportieren. In Sachsen-Anhalt war fast ein Viertel der Bevölkerung in den letzten Jahren Raucher – deutlich mehr als im bundesweiten Durchschnitt. Zudem sterben jährlich rund 2.000 Menschen landesweit an den Folgen des Rauchens oder erkranken schwer. Wer unter Raucherhusten leidet, sollte ihn keinesfalls unterschätzen, denn er könnte ein Anzeichen für eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) sein.

Erfahren Sie, wie der chronische Husten entsteht, wie Sie die Symptome lindern oder Raucherhusten ganz loswerden können. Außerdem klären wir, ob auch Passivrauchen den unangenehmen Husten auslösen kann, und geben bewährte Tipps zum Rauchstopp.

Wussten Sie schon, dass...:

  • der Raucherhusten einige Zeit nach dem Rauchstopp meist vollständig verschwindet?
  • die AOK Sachsen-Anhalt zahlreiche Gesundheitskurse zu Suchtmitteln bezuschusst?
  • die AOK Sachsen-Anhalt die Kosten für einen Check-up  übernimmt?

Was ist Raucherhusten?

Raucherhusten ist ein chronischer Husten, der durch regelmäßigen Tabakkonsum entsteht. Besonders am Morgen macht er vielen Rauchern zu schaffen, da sich über Nacht Schleim ansammelt, der dann abgehustet werden muss. Anfangs tritt er nur gelegentlich auf, verstärkt sich jedoch mit der Zeit und kann sich über Jahre zu einem dauerhaften, hartnäckigen Husten entwickeln.

Ein Patient lässt seinen Raucherhusten ärztlich untersuchen
  • trockener, verschleimter Husten, vor allem morgens
  • zäher, meist gelblicher bis bräunlicher Auswurf
  • Kurzatmigkeit und eingeschränkte Lungenfunktion, meist im späteren Verlauf
  • Hustenanfälle, besonders nach längeren Rauchpausen

Raucherhusten, begleitet von Auswurf, ist Ausdruck einer chronischen Bronchitis. Werden die Anzeichen ignoriert, kann er sich zur unheilbaren Lungenkrankheit COPD entwickeln. COPD führt zu Atemnot und einer stark eingeschränkten Lebensqualität. 

Wie gefährlich ist Raucherhusten wirklich?

Raucherhusten ist ein deutliches Warnsignal für ernsthafte Schäden in der Lunge. Beim Rauchen dringen schädliche Giftstoffe wie Teer tief in die Atemwege ein, reizen die Schleimhäute und führen zu einer vermehrten Produktion von zähem Schleim. Noch gefährlicher ist die Zerstörung der Flimmerhärchen, die normalerweise Schadstoffe aus den Atemwegen transportieren. Wenn diese gelähmt oder zerstört werden, verliert die Lunge ihre Fähigkeit, sich selbst zu reinigen.

Dies begünstigt die Entstehung einer chronischen Entzündung, die über die Jahre das Risiko für schwerwiegende Erkrankungen wie chronische Bronchitis, COPD und im schlimmsten Fall Lungenkrebs deutlich erhöht.

Ein Mann bekämpft seinen Raucherhusten mit frischer Luft

Raucherhusten bekämpfen: Die besten Tipps zur Linderung

Die gute Nachricht: Raucherhusten kann in vielen Fällen nachlassen oder ganz verschwinden reversibel, wenn Sie rechtzeitig handeln. Solange die Lunge noch nicht stark geschädigt ist oder eine COPD vorliegt, kann ein Rauchstopp helfen. In fortgeschrittenen Fällen dient er jedoch nur noch der Schadensbegrenzung. 

Wir erleichtern Ihnen Ihr Vorhaben und haben für Sie einige Methoden zusammengestellt, die Ihnen helfen, den Husten zu lindern und Ihre Lunge zu regenerieren. 

  • Mit dem Rauchen aufhören

    Der wichtigste Schritt ist ein kompletter Rauchstopp. Bereits nach wenigen Tagen beginnt die Lunge, sich zu regenerieren. Nach 48 Stunden verbessern sich Ihr Geruchs- und Geschmackssinn. Nach zwei Wochen nimmt die Lungenfunktion spürbar zu. Nach drei bis neun Monaten geht der Raucherhusten deutlich zurück, da sich die Flimmerhärchen erholen.

  • Viel trinken

    Wasser, ungesüßter Tee oder Kräuteraufgüsse sind ideal. Sie helfen, Schleim zu lösen und den Husten zu lindern. Besonders warme Getränke mit Ingwer oder Honig wirken beruhigend auf die Atemwege. Auch Salbei- und Fencheltee – vorzugsweise in Bio-Qualität – haben eine entzündungshemmende Wirkung.

  • Inhalieren und Dampfbäder nutzen

    Inhalationen mit Salzwasser oder ätherischen Ölen wie Eukalyptus und Thymian können die Schleimhäute beruhigen, Schleim lösen und das Abhusten erleichtern.

  • Frische Luft und Bewegung

    Regelmäßige Bewegung und tiefes Ein- und Ausatmen an der frischen Luft verbessern die Lungenfunktion und erleichtern den Schleimabtransport. Spaziergänge im Wald oder am Meer sind besonders wohltuend.

  • Medikamente und Hausmittel

    Hustenlöser können helfen, Schleim zu verflüssigen. Allerdings sind nicht alle Präparate sinnvoll, da einige lediglich den Hustenreiz dämpfen und damit das Abhusten erschweren. Antioxidantien wie Vitamin C können die Lungenzellen schützen. Pflanzliche Heilmittel wie Spitzwegerich, Eibisch oder Isländisch Moos lindern zudem den Reizhusten.

Bekommt man vom Passivrauchen auch Raucherhusten?

Ja, auch Nichtraucher können durch regelmäßige Rauchbelastung Raucherhusten entwickeln. Besonders gefährdet sind Babys und Kinder, da ihre Atemwege empfindlicher sind und Schadstoffe schneller aufnehmen. Doch auch Erwachsene, die häufig Zigarettenrauch ausgesetzt sind – etwa in Raucherhaushalten oder in geschlossenen Räumen mit Rauchern – haben ein erhöhtes Risiko für Atemwegserkrankungen. Passivrauchen kann:

  • die Atemwege reizen und chronischen Husten verursachen,
  • das Risiko für Bronchitis und Asthma erhöhen,
  • langfristig die Lunge schädigen und
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen.

Um sich zu schützen, sollten Nichtraucher rauchfreie Umgebungen bevorzugen und darauf achten, dass Kinder in ihrem Umfeld keinem Zigarettenrauch ausgesetzt sind.

Die Freundin einer Raucherin leidet unter dem Passivrauchen

Raucherhusten loswerden: Mit diesen Maßnahmen klappt der Rauchstopp!

Mit dem Rauchen aufzuhören ist nicht leicht – aber es ist machbar! Viele bewährte Strategien helfen Ihnen dabei, erfolgreich rauchfrei zu werden.

Setzen Sie sich ein konkretes Ziel

Legen Sie ein festes Datum für Ihren Rauchstopp fest und bereiten Sie sich bewusst darauf vor. Ein klarer Plan erhöht die Erfolgschancen.

 

Nutzen Sie Hilfsmittel

Nikotin-Pflaster, Kaugummis oder Sprays können Entzugserscheinungen lindern. Auch Apps oder eine Verhaltenstherapie bieten wertvolle Unterstützung auf dem Weg in ein rauchfreies Leben.

Holen Sie sich Unterstützung

Teilen Sie Ihr Vorhaben mit Familie und Freunden – das stärkt Ihre Entschlossenheit. Auch Nichtrauchergruppen oder professionelle Beratung können Ihnen helfen, durchzuhalten.

Eine gelassene Frau freut sich über den gelungenen Rauchstopp

Bleiben Sie motiviert

Erinnern Sie sich regelmäßig an die Vorteile des Nichtrauchens: Sie atmen freier, husten weniger, sind fitter und sparen viel Geld.

Haben Sie Geduld mit sich

Rückfälle können passieren – das ist normal. Wichtig ist, dass Sie nicht aufgeben. Jeder Tag ohne Zigarette ist ein Erfolg!

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