Gesundheitswelt der AOK Sachsen-Anhalt

Schluckauf

Eine Gruppe von Freunden sitzt im Außenbereich eines Restaurants und lacht ausgiebig. Dabei essen und trinken sie.

Der kleine Hicks

Jeder kennt es und ärgert sich darüber - der kleine Hicks. Er kommt dann, wenn man Schluckauf nicht vermutet und ist nie darauf vorbereitet. Aber was hat es damit auf sich und warum haben wir überhaupt Schluckauf.? Wir informieren Sie über das Thema und geben Ihnen Tipps, wie man den kleinen Hicks schnell wieder los wird.

Wussten Sie schon, dass…

  • Schluckauf eine Reaktion von Zwerchfell und Hirnnerv ist?
  • die AOK-Yogaschule kostenfrei ist und sie dazu nicht bei uns versichert sein müssen?
  • Babys bereits im Bauch ihrer Mutter Schluckauf haben?

Ursprung des Schluckaufs

Ein etwa 5 jähriger Junge sitzt am Küchentisch und isst ein Marmeladentoast.



Schluckauf wird durch die Zusammenarbeit von Zwerchfell und Hirnnerv ausgelöst, die auf äußere Signale reagieren. Das Zwerchfell zieht sich dadurch ruckartig zusammen, was zu einer Dehnung des Magens führt. Dies löst dann den Schluckauf aus, der zwischen vier bis 60 Mal pro Minute auftreten kann.

Ursachen für den Schluckauf sind: 

  • zu schnelles essen
  • hastiges schlucken
  • Getränke mit viel Kohlensäure 
  • der Verzehr von sehr scharfen, heißen oder kalten Lebensmitteln
  • Alkohol oder Nikotin
  • Stress, Aufregung, Anspannung oder Angst
  • Depressionen

Tipps dem Schluckauf eine Ende zu bereiten

Eine fünf-köpfige Gruppe sitzt in einem Restaurant und isst und trinkt. dabei reden und lachen sie miteinander.




Meist hält der Schluckauf nur wenige Minuten an und verschwindet wieder von alleine. Trotzdem kann man die Dauer verkürzen und positiv beeinflussen, indem sich das Zwerchfell wieder entspannt.

Hier ein paar Tipps:
 

  • Trinken Sie ein Glas kaltes Wasser in kleinen, schnellen Schlucken.
  • Halten Sie die Luft an. Atmen Sie so viel Luft wie möglich ein und halten Sie sie dann für einige Sekunden an.
  • Essen Sie ein in Zitronensaft getränktes Stück Zucker.
  • Lassen Sie sich von jemanden erschrecken. Dadurch wird das vegetative Nervensystem stimuliert. Der Körper schaltet daraufhin überflüssige Reaktionen wie den Schluckauf ab.

Sind Sie erstmal damit beschäftigt, beruhigt sich das Zwerchfell und der Schluckauf verschwindet. Eine andere Möglichkeit ist, sich durch verschiedene Methoden zu entspannen. Um Schluckauf beim Essen zu vermeiden, sollte man währenddessen aufrecht sitzen und in Ruhe genießen.


Dauer des Schluckaufs
Schluckauf hält in den häufigsten Fallen nur wenige Minuten an, dann hat sich das Zwerchfell wieder beruhigt und die Atmung ist wieder gleichmäßig.

Schluckauf als Krankheit

Tritt Schluckauf über einen längeren Zeitraum, zum Beispiel länger als einen ganzen Tag auf oder kommen bei häufigen Schluckauf Sodbrennen, saures Aufstoßen, Bauchschmerzen oder Übelkeit hinzu, sollte fachärztliches Personal aufgesucht werden.
Es prüft den Ursprung mit unterschiedlichen Methoden und verschreibt Ihnen gegebenenfalls Säurehemmer oder rät zu Atem- beziehungsweise Entspannungsübungen. Hat die Behandlung keinen Erfolg, überweist er Sie an fachärztliches Personal für Gastroenterologie, Neurologie oder andere Spezialisten. Oft handelt es sich dann um Entzündungen des Magens, der Speiseröhre oder des Kehlkopfes, die weiter behandelt werden müssen. 

Bei akuten Schluckauf mit Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Lähmungserscheinungen, Sprachstörungen oder Sehstörungen sollte sofort ein Notruf abgesetzt werden. Es könnte sich um einen Schlaganfall handeln.

Ein etwa 55 jähriger Mann sitzt im Wohnzimmer im Schneidersitz auf dem Boden auf einer Yogamatte. Er hat die Augen geschlossen und entspannt.

 


Auch psychische Faktoren wie Nervosität, Stress und Aufregung können Schluckauf auslösen. Dagegen helfen Entspannungstechniken wie Progressive Muskelentspannung, Yoga oder autogenes Training. Hält der Schluckauf über einen längeren Zeitraum an, ist es ratsam sich in Therapie zu begeben.

Schluckauf bei Kleinkindern

Auch Babys und Kinder haben öfters mal Schluckauf, sogar bereits im Bauch der Mutter. Dort wird durch den Schluckauf die Atemmuskulatur trainiert, denn er verhindert das Eindringen des Furchtwassers in die Lunge des Babys. Später, wenn das Kind geboren ist und Milch zu sich nimmt, verhindert er, das diese in die Lunge gelangt. Wächst das Baby heran und nimmt zusätzlich feste Nahrung zu sich, nimmt der Schluckauf ab, da der Reflex nicht mehr benötigt wird.

Gut zu wissen

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