Gesundheitswelt der AOK Sachsen-Anhalt

Wenn Eltern erkranken

Eine etwa 35-jährige Frau sitzt auf dem Sofa. Ihr Gipsbein liegt auf einem Kissen.

Wer hilft, wenn Mama oder Papa krank ausfallen?

In einem intakten Familienleben haben Eltern meist ihre festen Aufgaben zur Versorgung der im Haushalt lebenden Kinder und in der Haushaltsführung. Wenn Mama oder Papa plötzlich krank ausfallen, stellt das die ganze Familie vor eine Herausforderung. Aufgaben müssen neu organisiert werden und der gesunde Partner sieht sich der doppelten Belastung gegenüber. Kinder müssen sich gegebenenfalls an einen veränderten Tagesablauf gewöhnen oder selbst mehr Verantwortung übernehmen. 
Hilfe von außen kann in dieser Situation eine enorme Erleichterung sein. Wie Eltern diese organisieren, welche Unterstützung es für sie und die Familie gibt und an wen sie sich dafür wenden können, erfahren Sie hier.

Wussten Sie schon, dass…

  • die AOK Sachsen-Anhalt zu den besten Krankenkassen für Familien gehört?
  • die AOK Sachsen-Anhalt einen Großteil der Kosten für eine Haushaltshilfe übernimmt?
  • Sie alle vier Jahre eine Mutter- bzw. Vater-Kind- Vorsorgemaßnahme beantragen können?

Gesundheitliche Einschränkungen eines Elternteils

Krank fühlt sich jeder Mal. Eine dicke Erkältung, Grippe oder kleinere Unfälle ohne ernstere Verletzungen wirbeln den Familienalltag durcheinander, sind jedoch oft nach kurzer Zeit überstanden.
Anders sieht es aus, wenn sich eine längere Krankheitsphase anbahnt. Oder schlimmer noch: wenn sie plötzlich eintritt. Längerfristige Ausfälle wie nach Operationen, einem schweren Unfall mit Knochenbrüchen oder bei psychischen Erkrankungen stellen ganz andere Herausforderungen dar. Ohne Hilfe von außen geht es dann meist nicht. 

Plötzlich längerfristig krank – das ist zu tun

Unterstützung durch eine Haushaltshilfe beim Wäsche waschen und Kinder betreuuen.

Längerfristig krank zu werden, kommt oft unerwartet. Wichtig ist, schnell zu handeln und die richtigen Schritte zu unternehmen, um den Alltag zu meistern.

 

  • Kurzfristige Betreuung Ihrer Kinder organisieren: Bitten Sie Freunde oder Verwandte, die Betreuung in den kommenden ein bis zwei Tagen zu übernehmen, bis Sie eine für die Dauer der Behandlung angemessene Betreuung gefunden haben. Lebt der jeweils andere Elternteil auch mit im Haushalt, kann eine zusätzliche Hilfe gerade in den ersten Tagen helfen, in den neuen Alltag hineinzufinden.
  • Langfristige Unterstützung organisieren: In vielen Fällen ist eine längerfristige Unterstützung durch Familie und Freunde schwierig. Wissen Sie bereits jetzt, dass Sie für längere Zeit ausfallen werden und sich nicht aktiv in die Kinderbetreuung und die Haushaltsführung einbringen können, wenden Sie sich am besten telefonisch oder online an Ihre AOK Sachsen-Anhalt. Gemeinsam mit Ihnen helfen wir bei der Suche nach einer Haushaltshilfe und beantragen diese auf Wunsch. Die Haushaltshilfe unterstützt dann zum Beispiel bei der Kinderbetreuung, beim Einkaufen, Kochen oder beim Wohnungsputz.
  • Im Bedarfsfall das Jugendamt informieren: Haben Sie weder Freunde noch Familienangehörige, die eine Betreuung der Kinder übernehmen können und ist die Unterstützung durch eine Haushaltshilfe nicht ausreichend, wenden Sie sich am besten an das zuständige Jugendamt. Durch verschiedene Möglichkeiten können die Mitarbeiter dort eine optimale Lösung für Sie und Ihre Kinder finden.

Psychologische Hilfe

Leiden Eltern an einer psychischen Erkrankung wie Burnout, einer Depression oder einer Suchterkrankung, ist professionelle Hilfe enorm wichtig. Bereits bei bestehenden Anzeichen sollten sich Betroffene und ihre Angehörigen unbedingt ärztliche Hilfe holen oder sich unter Umständen um eine Therapiemaßnahme kümmern. Erziehungs- und Familienberatungsstellen bieten zusätzliche Hilfsangebote. Eine Übersicht über die Beratungsstellen in Sachsen-Anhalt finden Sie hier.

Die Unterstützung im Alltag, aber auch der emotionale Beistand ist für die kleinsten in der Familie sehr wichtig. Wenn Kinder mit einem psychisch erkrankten Elternteil aufwachsen, können sie dadurch in vielfältiger Weise belastet werden und unter Umständen in ihren Entwicklungs- und Lebensbedingungen benachteiligt sein. Kinder sollen verstehen, welche Erkrankung ihre Eltern haben und damit begreifen, dass sie keine Schuld tragen. Oftmals bieten pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen und Vertrauenslehrer in der Schule Hilfe und Unterstützung an. Manchmal kann auch eine Einzel- oder Familienpsychotherapie dem Kind bei einer gesunden Entwicklung helfen. Das vermindert auch das Risiko, dass die psychische Erkrankung von Generation zu Generation weitergegeben wird. 

Nachsorgeleistungen

Haben Sie eine erfolgreiche Behandlung oder Therapie hinter sich, nehmen Sie regelmäßig Kontrolltermine beim Arzt wahr. Benötigen Sie darüber hinaus weiterhin Hilfe, ist eine Soziotherapie oder auch der gemeinsame Austausch in einer Selbsthilfegruppe hilfreich. Selbsthilfegruppen in Sachsen-Anhalt finden Sie über die Webseite der Selbsthilfekontaktstellen. Achten Sie auf sich und nehmen Sie in schwierigen Situationen Hilfe in Anspruch. Setzen Sie gezielt die in einer Psychotherapie erlernten Maßnahmen um. Spüren Sie die Gefahr, erneut zu erkranken oder mit Situationen nicht umgehen zu können, ziehen Sie die „Notbremse“ und räumen sich eine Auszeit ein.

Was können Eltern und Familien zur 
Vorsorge tun?

Mutter und Sohn am Strand.


Gehen Sie regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen und lassen sich durchchecken. Das ist wichtig für die Früherkennung von Krankheiten und verbessert im Fall der Fälle die Heilungschancen. 
Sind gesundheitliche Probleme absehbar, die auf Belastungen im Familienalltag zurückführen sind, helfen Mutter- beziehungsweise Vater-Kind-Vorsorgemaßnahmen für einen Tapetenwechsel.

Gut zu wissen

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